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Facebook: Wichtiger Bestandteil jeder Marketing-Kampagne

Facebook: Wichtiger Bestandteil jeder Marketing-Kampagne

Werbeanzeigen zu schalten, ist das Herzstück jeder SEA-Kampagne und wird primär mit Google AdWords und vergleichbaren Services anderer Suchmaschinen gleichgesetzt. Da über die letzten Jahre Social Media das Nutzungsverhalten im Internet wesentlich geprägt haben und vor allem jüngere Zielgruppen verstärkt bei Facebook, Twitter & Co. zu finden sind, ist eine Ausweitung klassischer SEA-Kampagnen unverzichtbar. Gerade Facebook bietet hierfür ein weites Spektrum an Maßnahmen und ausgereifte Technologien, um für ein überschaubares Budget Werbeanzeigen zu schalten und die richtigen Zielgruppen anzuzeigen. Durch tiefe Einblicke in die jeweiligen Nutzungsvorlieben bietet das soziale Netzwerk einen attraktiven Vorteil, um Anzeigen sehr gezielt einzublenden und vom befreundeten Nutzerkreis einzelner Personen im Netzwerk zu profitieren.

Vorteil für Werbende bei SEA-Maßnahmen auf Facebook

Für einen adäquaten Einsatz des Werbebudgets bei Maßnahmen im Online-Marketing ist die Ausrichtung der Anzeigen auf die richtigen Zielgruppen entscheidend. Ähnlich wie Google und andere Suchmaschinen nutzen soziale Netzwerke den vorhandenen Datenstamm zu einzelnen Nutzern, um ein potenzielles Interesse abzuschätzen und die Werbeanzeige im richtigen Kontext einzublenden. So umfangreich und durchdacht die Datenbasis von Google auch ist, bezieht sich diese bei nicht angemeldeten Nutzern vor allem auf bislang bekannte Suchanfragen und besuchte Webseiten. Die Einschätzung von Vorlieben und Interessen ist, wie die Erfahrung mit Google AdWords lehrt, bereits ziemlich präzise, allerdings hat Facebook einige schlagkräftige Vorteile in der Einschätzung von Interessen und Vorlieben zu bieten.

Freiwillig entscheiden sich Nutzer des sozialen Netzwerks und potenzielle Kunden, tiefe Einblicke in ihr Leben und alltägliche Gewohnheiten zu gewähren. Vom Musikgeschmack über Hobbys bis zu kürzlich erworbenen Produkten lässt sich ein sehr präzises Profil von Nutzern anlegen, das im Sinne des Werbenden optimal genutzt werden kann. Anders als bei Suchmaschinen muss je nach Produkt oder Dienstleistung nicht spekuliert werden, ob ein vermeintliches Interesse an den beworbenen Inhalten besteht. Vielmehr ist dieses Interesse durch Einträge in der Timeline, Kommentare oder Angaben von Hobbys und Vorlieben belegt. Ein riesiges Potenzial, das Facebook für seine Geschäftskunden ausschöpft und im Sinne einer erfolgreichen SEA nicht brachliegen sollte.

Sinnvolle Filterfunktionen für die SEA-Kampagne bei Facebook nutzen

Nach Angaben von Facebook nutzen täglich mehr als 900 Millionen Menschen weltweit das soziale Netzwerk, fast 1,5 Milliarden Personen sind angemeldet und zumindest gelegentliche Besucher der Plattform. Das Nutzungsverhalten ist über die Jahre zudem mobiler geworden, immer häufiger erfolgt der Aufruf der Services über die Facebook-App via Smartphones, Tablets und iPhones. Unabhängig vom Anzeigeformat sieht Facebook die Integration von Werbeanzeigen in die reguläre Timeline des Nutzers vor, auch bei kleinen Displays wird der beworbene Inhalt wie eine Nachricht oder ein neues Foto von Freunden oder Verwandten angezeigt.

Zu Beginn einer Werbekampagne über Facebook, wenn erst wenige Informationen über potenzielle Interessenten oder gewonnene Kunden vorliegen, ist die Filterfunktion des sozialen Netzwerks das ideale Hilfsmittel. Stärker als bei Google lassen sich Kriterien und Eigenschaften der Nutzer vorgeben, die am ehesten als eigene Zielgruppe vermutet werden.

Zu den wichtigsten Kriterien dieser Art zählen:

  • Einschränkung der Altersstruktur von Nutzern
  • Bevorzugtes Ansprechen von Männern oder Frauen
  • Standort der Nutzer zur Stärkung des Local Marketings
  • Anzeige bei bestimmten Hobbys & Interessen
  • Primäres Ansprechen von mobilen Nutzern

Die generellen Einstellungs- und Filtermöglichkeiten gehen weit über die genannten Kriterien heraus, das Erschließen individuell sinnvoller Filter sollte auf Basis bisheriger Erfahrungen oder mit Unterstützung einer erfahrenen Marketingagentur erfolgen.

Mit Custom Audiences bereits bekannte Kunden ansprechen

Durch die Einbindung des Facebook-Buttons auf der eigenen Webseite bzw. im eigenen Onlineshop entsteht für jede Facebook-Werbekampagne ein reziproker Charakter. Hiermit ist gemeint, dass alte und neue Kunden nicht einfach bei Facebook abgeholt und mit Werbeanzeigen auf alte und neue Produkte hingewiesen werden. Vielmehr lässt sich umgekehrt herausfinden, ob bereits bekannte Kunden einen Account bei Facebook haben und hierdurch zu den sogenannten Custom Audiences zählen. Diese Verbindung ist für zukünftige Werbeaktionen von Belang, da bei einem bekannten Kunden stärker als beim zufälligen Schalten von Werbeanzeigen ein Interesse des Beworbenen angenommen werden darf.

Verwaltet werden die Custom Audiences über eine Kundenkontaktliste, die Facebook seinen Werbekunden bereitstellt und ein einfaches Management bekannter Personen ermöglicht. Durch die Einteilung in verschiedene Nutzergruppen ist eine zusätzliche Unterteilung vorgesehen, schließlich wird nicht jede neue Werbeanzeige den gesamten, bekannten Kundenkreis gleichermaßen ansprechen. Außerdem geht die intelligente Verwaltung der Custom Audiences auf das vorhandene Werbebudget ein und macht die SEA-Kampagne im sozialen Netzwerk nicht unnötig teuer.

Mit Look-A-Like-Audiences schneller zu potenziellen Interessenten gelangen

Während bei Custom Audiences bereits bekannte Kunden die Grundlage einer Werbeaktion bilden, lässt sich über die Ähnlichkeit von bislang unbekannten Nutzern eine weitere Zielgruppe erschließen. Grundgedanke ist, dass Personen mit bestimmten Vorlieben und Interessen eher auf eigene Werbeanzeigen ansprechen, sofern sie in ihrem Profil schon gewonnenen Kunden ähneln. Diese Look-A-Like-Audiences können direkt aus den Freundeslisten und Gruppen bekannter Kunden stammen, genauso können sie völlig fremd sein und lediglich mit ihrem eingestellten Profil markante Übereinstimmungen zu bereits vorhandenen Kunden aufzeigen.

Die Arbeit mit Look-A-Like-Audiences ist umso interessanter, wenn eine SEA-Kampagne unter Facebook bereits fortgeschritten ist und umfangreiche Informationen zu einer Vielzahl von Kunden vorliegen. Um eine wirkliche Ähnlichkeit potenzieller Interessenten zu Stammkunden abschätzen zu können, ist eine breite Datenbasis unverzichtbar, schließlich werden sich nur so starke Gemeinsamkeiten von verschiedenen Nutzern identifizieren lassen. Ähnlich wie bei Custom Audiences lässt sich von einer einfachen Einstellung entsprechender Kriterien und dem Anlegen bestimmter Nutzergruppen profitieren, um das vorhandene Budget sinnvoll einzusetzen und weitreichende Erfolge über die SEA bei Facebook zu erzielen.

Über den Autor: Anna Gall Román

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