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Rechtliche Probleme durch Google AdWords

Rechtliche Probleme durch Google AdWords vermeiden

Google AdWords ist zur Nutzung bezahlter Werbeanzeigen bei Suchmaschineneinträgen der weltweit bekannteste Dienst seiner Art – und hierbei rechtlich leider nicht unkompliziert. Gerade die Verletzung von Markenrechten kann bei einer unbedachten Gestaltung oder Verlinkung von Werbeanzeigen zu Problemen führen, die von der kostspieligen Abmahnung bis zum Gerichtsprozess reichen. Um solche AdWords Probleme zu umgehen, sollten bereits Laien im Onlinemarketing einige grundlegende Regeln beachten.

Geschützte Marken nicht unbedacht in Anzeigen einbinden

Das klassische Google AdWords Problem ergibt sich bei Onlineshops und Händlern, die in Ihren Werbeanzeigen auf Produkte bestimmter Marken Ihres Sortiments verweisen wollen. Hierbei wird schnell übersehen, dass es sich um geschützte Markenbezeichnungen handelt, die nicht einfach gegen das Wissen oder Einverständnis des Rechteinhabers in die eigene Anzeige eingebunden werden dürfen.

Der BGH hat hierzu 2011 ein Grundsatzurteil gefällt und klare Kriterien benannt, unter denen eine Markennennung erlaubt ist. Hierbei muss der Begriff „Anzeige“ beim entsprechenden Eintrag im Internet im Wortlaut erkennbar sein, die Marke darf außerdem nicht selbst das AdWord sein. Außerdem muss der Betreiber der Domain gewährleisten, dass diese im Rahmen der Anzeige genannt wird.

Ausnahmen im Markenrecht bei suggerierter Partnerschaft

Auch wenn nach Einhaltung der obigen Regeln kein Verstoß des Markenrechtes darstellt, gibt es Ausnahmen. Diese liegen primär vor, wenn keine reine Nennung eines Markennamens erfolgt, sondern angedeutet wird, dass zwischen dem Werbenden und dem Inhaber der Marke eine nicht existente Partnerschaft oder wirtschaftliche Verbindung vorliegt. Hierzu fällte der BGH im Jahr 2013 das im Online-Marketing bekannte „Fleurop-Urteil“. Bei diesem hatte der Werbende den Markennamen des gleichnamigen Blumen-Versanddienstes als Keyword gebucht, obwohl keinerlei Verbindung zu dem Unternehmen bestand. Stattdessen wurde hierüber für einen eigenen Dienst geworden, der bundesweit Blumengrüße versendete. Trotz Einhaltung der oben genannten Regeln sah das BGH hierin einen Markenmissbrauch.

Praktische Tipps im Onlinemarketing

Nach obigen und weiteren Urteilen ist es für Onlinehändler und Webseitenbetreiber grundsätzlich schwierig, mit eingetragenen Marken zu werben oder diese als AdWord bei Google zu verwenden. Natürlich ist es möglich, im Vorfeld eine Absprache mit dem entsprechenden Unternehmen zu treffen und die geschützte Marke für eigene Zwecke werbend einzusetzen.

Bei einem kleinen Shop, der Schuhe von den weltgrößten Markenherstellern anbietet, wird jedoch selten dieser Aufwand in Kauf genommen. Um Alternativen zu finden und eine sinnvolle Marketingstrategie auch ohne explizite Nennung geschützter Marken durchzuführen, kann die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen und professionellen SEO- bzw. SEA-Agentur weiterhelfen.

(Artikel: sea.de – Artikelbild: pixabay.com FirmBee)

Über den Autor: Marco Pe

Ein Kommentar

  1. Toller Artikel! Gab es gerade zu dem Thema der Nutzung von Fremdmarken nicht auch mal ein Google Update, das im Bereich SEO Rankingsverluste nach sich zog? Ich meine mich zu erinnern, dass z.B. Gutscheinseiten davon betroffen waren…
    Die Aufklärung über rechtliche Grenzen von Werbeaussagen hat auch der Händlerbund auf unserer Seite weiter getrieben.

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